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Feb
Bürgeln zwischen Propst und Prost – Eine Spurensuche zur Fastnachtszeit mit Wolfram Hartig
11:00
23. Februar 2020

Sonntag, 23. Februar 2020, um 11.00 Uhr
Eintritt 10,00 €

Der Kalender der Mönche kannte 180 Fastentage. Sie mussten also ein halbes Jahr lang hungern und dürsten! Das war schwer zu befolgen. „Ora et labora – Bete und arbeite“ stillte keinen Durst und füllte keinen Magen. Aber was bedeutete Fasten überhaupt? Was ordnete der Ordensstifter, der heilige Benedikt, genau an, welche Gelübde sollte ein Mönch befolgen? Gehörte die alkoholische Abstinenz auch dazu? Und welche Tricks und Hintertürchen fanden die Mönche, um die Regeln zu umgehen? In der altehrwürdigen Propstei auf dem Bürgelnberg eröffnen sich überraschende Einblicke. Der Weg führt von der erst jüngst entdeckten mittelalterlichen Kapelle über den Weinkeller, den sich im 20. Jahrhundert noch Richard Sichler, der Retter Bürgelns, zunutze gemacht hat, und die Rokoko-Kirche hinauf in den Bildersaal zu Gutedel (Markgraf Karl Friedrich von Baden-Durlach) und zu Rothaus-Bier (Fürstabt Martin Gerbert). Es erweist sich, dass die Mönche „z´ Bürgeln uf der Höh´“ mit den alkoholischen Verlockungen des Markgräfler Oberlandes ganz gut zurecht gekommen sind. Unterwegs werden weitere brennende Fragen beantwortet, wie etwa „Muss der Messwein rot sein?“ oder „Kann mangels Wassers auch mit Wein getauft werden?“ – Die Führung wird nicht ohne ein Gläschen Gutedel (oder gar mehrere) zu ertragen sein.